Observations from the other Side
Hallo an alle.
Da ich derzeit eine wohlverdiente Auszeit namens Urlaub nehme, gibt es heute kein Erlebnis, das ich mit einem Kunden hatte. Statt dessen gibt es mal einen Bericht, in dem ich selbst der Kunde bin – und zwar in einem Kaffeehaus, welches ich mit einer lieben Freundin besucht habe. Man will sich ja was gönnen im Urlaub.
Nun, das stellte als schwieriger heraus als gedacht – die Kellnerin, die für uns zuständig war, zeigte sich nämlich erstaunlich gut darin, uns zu ignorieren. Vielleicht hat sie uns ja übersehen, weil wir aufgrund unserer Kleidung nicht ganz so schrill aussahen wie der gelb und rosa gekleidete Rest um uns herum. Vielleicht passten wir auch nicht in ihr Gast-Schema, weil wir nicht so hysterisch gegackert haben wie die Weiber, welche die Tische um uns herum in Beschlag genommen hatten.
Wie auch immer – trotz mehrmaligem, energischem Winken und erfolglosen Versuchen, sie im Vorbeigehen mittels höflichem Ansprechen auf uns aufmerksam zu machen, gaben wir es schließlich auf und sind in ein anderes Café gegangen. Denn wenn sie unser Geld nicht will – bitte sehr, die Kollegen von der Konkurrenz nahmen es gerne.
Die haben sich dann auch vorbidlich um uns gekümmert, so wie es nunmal sein soll.
Liebe Kellnerin (auch wenn sie das hier vermutlich niemals lesen wird) – Trinkgeld bekommt man nur, wenn man den Gast auch bedient. Endlich kann ich den Satz auch mal sagen – ich arbeite selbst im Kundenservice, und ich weiß, dass man sich so gegenüber einem Kunden nicht verhält. Vielleicht geht der guten Dame das auch noch auf – den zukünftigen Gästen dort wär es zu wünschen.